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  1. #1
    Mandy Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    Mandy, ein wiedererreichen der Gemeinnützigkeit kann sofort geschehen, wenn man für die finanziellen Betrügereien seine Strafe bezahlt hat. SR wurde Zweckentfremdung in Höhe von 2 Mio EUR nachgewiesen. Dieses wurde dann in einem Vergleich auf 500.000,-- EUR reduziert, damit SR nicht augenblicklich in die Insolvenz gehen muss.
    Lese dazu den ausführlichen Bericht von Maximus.
    SR hat einen Rechtsanwalt eingeschaltet, der mit dem Finanzamt jetzt die Wiedererteilung der Gemeinnützigkeit ausgehandelt hat. Diese Wiedererteilung der Gemeinnützigkeit ist wie immer, bei allen Vereinen, eine Vorläufige und nach Ablauf einer Frist (1 bis max. 3 Jahre) kommt dann die Prüfung, ob SR zukünftig satzungskonform gearbeitet hat.
    Die Wiedererteilung der Gemeinnützigkeit löst allerdings die finanziellen Probleme von SR nicht, ganz im Gegenteil.

    Also nochmals, die Zweckentfremdung der Spendengelder hat es gegeben und zwar in Höhe von 2 Mio EUR in nur 3 geprüften Jahren!!!!!!!!!
    Ach so,
    Gerade dachte ich, zum Glück habe ich nicht so sehr negatives über SR geschrieben, boa mir ist ganz übel, ich dachte, vielleicht sind sie in SR doch mit dem Herrn verbunden, und dann hätte ich den hl Geist verleumdet, und dafür gibt es ja keine Gnade.
    Mir wird ja bis heute noch immer und immer wieder ein schlechtes Gewissen gemacht, vom Herrn gegangen zu sein.
    Morgen ist Abendmahl, und erneut wurde mir gerade ein schlechtes Gewissen gemacht. Aber ich kann nicht mehr nach Libanon, nur der Gedanke daran bringt mich zum Zittern. Ich habe schon einen Kloß im Hals, wenn ich nach Beilstein muss.

  2. #2

    Standard

    Ja, Robby, das find ich gut, wenn ihr euch gemeinsam zusammentut und dann auch überlegt, was ihr unternehmen könnt.
    Gemeinsam seid ihr doch viel stärker.
    Da finden sich doch sicher noch mehr Betroffene.

  3. #3

    Standard

    Da sich die wirklich Verantwortlichen in Schweigen hüllen angesichts der schwerwiegenden Verfehlungen seien sie hier mal an ihre eigenen Worte erinnert auf ihrer Website im deutschsprachigen Teil:

    "Eines der größten Probleme, die das Führungsgremium der Spätregen-Mission erkannt hat, ist ein Kommunikationsmangel. Der Leitungsrat betrachtet eine Website als ein wichtiges Instrument, dieses Problem zu lösen. Dadurch werden nicht alle Probleme gelöst, aber sie wird eindeutig eine Hilfe sein. Durch diese erste Version der Website werden wir dieses Ziel angehen." Zitat Ende

    Schweigen und ignorieren ist genau das Gegenteil davon. Das einstellen von Statements in eine Webseite kann man auch nicht als Kommunikation bezeichnen. Kommunikation wäre sich den hier zahlreich genannten Dingen zu stellen. Die Anonymität der Opfer zu respektieren und dann eine Aufarbeitung zu beginnen. Nachgewiesene Schuldige aus der Verantwortung zu nehmen und bei massivem Verdacht aus Rücksicht auf die Opfer ebenfalls. Denn nur so kann Vertrauen entstehen. Es braucht jedoch Zeit um das massiv zerstörte Vertrauen neu wachsen zu lassen. Teilweise wird es wohl auch nie wieder wachsen können. Das muss von den Verantwortlichen dann aber auch respektiert werden.
    Geändert von anonym011 (01.12.2012 um 01:26 Uhr) Grund: Ergänzung

  4. #4
    Registriert seit
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    Beiträge
    2.934

    Standard

    Warum sollte Missbrauch nicht besonders unter solchen selbsternannten „Propheten“ getan werden?

    Das verstehe ich hier nicht so ganz, auf der einen Seite wird SR beschuldigt (ich bezweifle die Anschuldigungen keineswegs), da viele Fehler begannen wurden und scheinbar keine Einsicht hat (betrachtet man die Kirchengeschichte, welche „Kirche“ zeigte schon Einsicht, und warum diese unendliche Zersplitterung in der Christenheit?), aber auf der anderen Seite will man solche Sekten/Kirchen irgendwie doch noch als von Gott geleitet verstehen?


    Da bleiben Menschen trotz gröbster Misshandlung und Irreführung im System gefangen. Und schlussendlich werden diese mit Schienentschuldigungen noch mehr ans System gekettet.

    Ein deutliches Zeichen, dass da doch nicht so viel Licht (wenn überhaupt) ist, wie man vorgibt oder ihnen noch zugute schreibt.


    So wird die religiöse Ader im Menschen benutzt und missbraucht.

  5. #5
    Mandy Gast

    Standard

    Ich lese hier nun schon lange mit, bin sprachlos, tief tief traurig, und schwer erschüttert.
    Ich habe SR als sehr ernste Gemeinde kennengelernt.
    Regiert mit unglaublicher Härte, Druck, Einschüchterung.
    Die Propheten wurden regelrecht vergöttert, und sie hatten eine unbeschreibliche Diktatur die an Härte nicht zu toppen war.
    Mobbing und Bloßstellung war an der Tagesordnung. Wie oft wurde ich vor der ganzen Gemeinde niedergemacht...grausam...mir krampft sich heute noch der Magen wenn ich zurückdenke.
    Ich habe Gott sei Dank 1977 nach meinem 18. Lebensjahr den Absprung geschafft.

    Was ich hier aber so lese, übersteigt jegliche meiner Vorstellungen.
    Mit Sicherheit sind diese Unglaublichen Geschehnisse schon verjährt.
    Denn in den letzten Jahren glaube ich nicht, das z.B. Missbrauch körperlich oder seelisch
    in SR noch vorkamen.
    Vor 30 Jahren hätte sich doch niemand getraut, so entsetzliche Machenschaften auszusprechen. Welche Eltern hätten denn seinem Kind geglaubt? Selbst wenn, sie hätten sich doch niemals getraut über Menschen, die wie man doch glaubte, direkt mit Gott in Verbindung waren, schlecht zu denken, geschweige etwas zu sagen.
    Schade, normal sollte ein Missbrauch nie verjähren. Aber wen sollte man heute noch zur Rechenschaft ziehen? Die meisten sind ja nicht mehr am Leben. Einzige Genugtuung:
    Sie wurden inzwischen mit Sicherheit von Gott selber gerichtet.

    Ich tue mich immer noch schwer, zu glauben, dass sich jemand an Spendengelder vergreift.
    Das ist doch Diebstahl an Gott.
    Haben diese Propheten denn überhaupt an Gott geglaubt? Oder haben sie die Mitglieder nur veräppelt?
    Nur um privat an die Spendengelder zu kommen? Aber es waren doch keine deutschen Werker.....
    Die hatten doch keinen Reichtum.?? Ich weiß nicht mehr was ich glauben soll...

    Vielleicht sollte, wer kann, die alten Dinge versuchen zu verzeihen. Vergessen wird eventuell nicht möglich sein. Man sieht doch gerade, Gott hat sich nun eingeschalten. Und das tut doch in der Seele gut oder?
    Man sollte SR noch eine Chance geben. Allerdings sollten die Menschen, die sich so sehr versündigt haben, ausgeschlossen werden.
    Mir tun die aufrichtigen Menschen so sehr leid. Sie wurden belogen, betrogen und ausgebeutet. Aber sie können nichts dafür. Und das wird der Herr doch sehen, und belohnen.
    Geändert von Mandy (01.12.2012 um 12:18 Uhr)

  6. #6
    Robby Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Mandy Beitrag anzeigen
    Ich lese hier nun schon lange mit, bin sprachlos, tief tief traurig, und schwer erschüttert.
    Ich habe SR als sehr ernste Gemeinde kennengelernt.
    Regiert mit unglaublicher Härte, Druck, Einschüchterung.
    Die Propheten wurden regelrecht vergöttert, und sie hatten eine unbeschreibliche Diktatur die an Härte nicht zu toppen war.
    Mobbing und Bloßstellung war an der Tagesordnung. Wie oft wurde ich vor der ganzen Gemeinde niedergemacht...grausam...mir krampft sich heute noch der Magen wenn ich zurückdenke.
    Ich habe Gott sei Dank 1977 nach meinem 18. Lebensjahr den Absprung geschafft.

    Was ich hier aber so lese, übersteigt jegliche meiner Vorstellungen.
    Mit Sicherheit sind diese Unglaublichen Geschehnisse schon verjährt.
    Denn in den letzten Jahren glaube ich nicht, das z.B. Missbrauch körperlich oder seelisch
    in SR noch vorkamen.
    Vor 30 Jahren hätte sich doch niemand getraut, so entsetzliche Machenschaften auszusprechen. Welche Eltern hätten denn seinem Kind geglaubt? Selbst wenn, sie hätten sich doch niemals getraut über Menschen, die wie man doch glaubte, direkt mit Gott in Verbindung waren, schlecht zu denken, geschweige etwas zu sagen.
    Schade, normal sollte ein Missbrauch nie verjähren. Aber wen sollte man heute noch zur Rechenschaft ziehen? Die meisten sind ja nicht mehr am Leben. Einzige Genugtuung:
    Sie wurden inzwischen mit Sicherheit von Gott selber gerichtet.

    Ich tue mich immer noch schwer, zu glauben, dass sich jemand an Spendengelder vergreift.
    Das ist doch Diebstahl an Gott.
    Haben diese Propheten denn überhaupt an Gott geglaubt? Oder haben sie die Mitglieder nur veräppelt?
    Nur um privat an die Spendengelder zu kommen? Aber es waren doch keine deutschen Werker.....
    Die hatten doch keinen Reichtum.?? Ich weiß nicht mehr was ich glauben soll...

    Vielleicht sollte, wer kann, die alten Dinge versuchen zu verzeihen. Vergessen wird eventuell nicht möglich sein. Man sieht doch gerade, Gott hat sich nun eingeschalten. Und das tut doch in der Seele gut oder?
    Man sollte SR noch eine Chance geben. Allerdings sollten die Menschen, die sich so sehr versündigt haben, ausgeschlossen werden.
    Mir tun die aufrichtigen Menschen so sehr leid. Sie wurden belogen, betrogen und ausgebeutet. Aber sie können nichts dafür. Und das wird der Herr doch sehen, und belohnen.
    Hallo Mandy, erlaube mir als Betroffenem eine Anmerkung.
    Alle Täter sind noch am Leben.
    Bis vor ca. 3 oder 5 Jahren war der Haupttäter noch in einem Glaubenshaus!!! Er war früher ein geachteter Werker!!!!
    Der Andere ist zwar nicht mehr SR, aber in einer anderen Gemeinde sehr aktiv.
    Ein weiterer Täter sitzt immer noch im Glaubenshaus als Hausgenosse.
    Die letzten Schandtaten sind gerade mal 10 - 15 Jahre zurück, die Anderen 30 bis 40 Jahre.

    Wir Opfer sind und bleiben Opfer und müssen lernen damit zu Leben, was manche Tage fast nicht möglich ist.
    Auch die seelischen und körperlichen "Verformungen" und "Fehlentwicklungen" erinnern uns täglich erneut an die schrecklichen Geschehnisse!!!!!

  7. #7
    Mandy Gast

    Standard

    Lieber Robby
    Es krampft mir mein Herz, wenn ich deine Zeilen lese. Ich gehe davon aus, dass du noch sehr jung warst, als man es dir angetan hat. Ich weiß, diese schrecklichen Dinge kann man an deiner Seele niemals wieder gut machen.
    Ich wünsche dir viel viel Kraft. Ich habe alle Achtung, das du den Mut hast dich öffentlich mitzuteilen. Vielleicht hilft es dir ein wenig?
    In Gedanke bin ich bei dir, und ich bin sicher nicht die einzige.
    Gott, wo warst du?? Wie kann so ein Sch..... noch in Ruhe leben? PFUI

    Es macht den Anschein, solche fürchterlichen Dinge sind in SR öfters vorgekommen........
    Ne, mir fehlen die Worte.

  8. #8

    Standard

    Ich lese schon einige Wochen hier als Besucher mit, und finde es erschrekend,was dort so alles vorgefallen ist. Obwohl ich fast 50 Jahre in der SR bin, davon 22 Jahre im"Haus",habe ich nicht alles erfahren.In Meinen Kinderjahren habe ich mitbekommen, wie Kinder nach der Kinderstunde, wenn sie unartig waren, Schläge bekammen, wir mussten zuschauen und später alls Jugendlicher musste mein Freud +ich uns sexuelle Bemerkungen gefallen lassen, ob wir "anders"sind. Ja ,es waren+sind Menschen, mit dennen wir es zu tun haben,Menschen, die eine Macht und eine Willkür ausübten.Aber sie übten nicht Gottes Wille aus. Es gab+und es gibt auch andere Mitarbeiter in SR,die ein Segen waren für Mich und meine Familie. Aber denoch kann ich diese Vorfälle nicht gutheisen. Jedem, der schlechte Behandlung wiederfahren ist, ausgenutzt, oder Missbraucht wurde, Jhr habt unseres Mitgefühl.Und Ihr solltet den Mut haben,darüben mit der SR-Leitung zu reden. Ich wünsche Euch Gottes Segen+ Kraft

  9. #9
    Effi Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    Alle Täter sind noch am Leben.
    Aber die Möglichkeit der Anzeige leider verjährt. Wie geht man damit um? Was müsste geschehen, damit Betroffene Erleichterung / allmähliche Heilung erfahren würden? Hier könnte die Fachkompetenz des unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs möglicherweise unterstützen, zumindest könnte man sich dort informieren, ein Versuch wäre es doch wert oder?

    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    Bis vor ca. 3 oder 5 Jahren war der Haupttäter noch in einem Glaubenshaus!!! Er war früher ein geachteter Werker!!!!
    Konnte er gut Geld eintreiben oder besaß er selber welches? Was war so wichtig, was war mehr wert, ja bedeutsamer, als wertvolle Menschenseelen vor schlimmen physischen und psychischen Qualen zu beschützen??

    Warum wird die Konfrontation des Täters mit seinen Taten durch Verantwortliche nicht nachgeholt? Auch wenn die damaligen Verantwortlichen nicht mehr leben, dann müssen es heutige übernehmen. Als Nachfolger sollten sie sich mit den Versäuminssen ihrer Vorgänger auseinandersetzen und verantwortungsbewusst damit umgehen. Sie sollten sich professionelle Unterstützung suchen, um einfühlsam mit den Betroffenen (und ihren schrecklichen Erfahrungen) umzugehen.
    Es geht um Schmerzlinderung und Zurechtrückung der Verantwortlichkeiten. Die Täter haben für ihreTaten die volle Verantwortung zu tragen. Alle durch die Täter fälschlicher- und bösartigerweise vermittelten Scham- und Schuldgefühle müssen unbedingt an dieselbigen zurückgegeben werden. Die Täter haben sich das mit ihren Taten eingebrockt, *sie* sollen damit leben und umgehen müssen, nicht diejenigen, die von ihnen missbraucht und geschändet wurden.
    Die Spätregenmission betreibt Täterschutz!!! Das muss gemeldet werden, unbedingt!!!


    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    Der Andere ist zwar nicht mehr SR, aber in einer anderen Gemeinde sehr aktiv.
    Oh Graus, oh Schreck. Die Gemeindeverwaltung müsste dringend informiert werden. Nicht dass er dort weiter wütet.

    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    Die letzten Schandtaten sind gerade mal 10 - 15 Jahre zurück, die Anderen 30 bis 40 Jahre.
    Dann wären zumindest die letzten noch anzuzeigen. Das wäre wirklich wichtig.
    Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist als Menschenrecht in verschiedenen Verfassungen und internationalen Vertragswerken garantiert. Sexueller Missbrauch verstößt gegen die Menschenrechte, ist als Delikt anzuzeigen und zu verfolgen. Es ist eine Straftat, die verfolgt werden sollte, müsste.
    Es ist sogar so, wenn genügend Verdachtsmomente für eine Verfolgung vorliegen, wird die Tat von Amts wegen verfolgt, also unabhängig vom Strafantrag bzw. Willen des Verletzten oder seines gesetzlichen Vertreters. So ist bei Bekanntwerden eines Falles die Staatsanwaltschaft verpflichtet zu ermitteln und kann sogar ohne Strafanzeige tätig werden.

    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    Wir Opfer sind und bleiben Opfer und müssen lernen damit zu Leben, was manche Tage fast nicht möglich ist.
    Robby, ich hab einerseits leicht reden, mir ist derartiges nie passiert, andererseits hoffe ich empathisch genug zu sein, um mich in Betroffene einfühlen zu können.

    Missbrauchte Menschen sind zunächst Opfer der Taten der Täter, ja leider, das ist so. Ich finde es bedeutsam sich zunehmend aus der Opferrolle herauszuschaffen. Sähe und empfände man sich anhaltend als passives Opfer, dann verharrte man in einer unfreiwillig übergestülpten Rolle, die kaum oder keinen Handlungsspielraum lässt. Passive Haltungen erschweren aktive Änderungen, Weiterentwicklungen. Ich fände es irgendwie gut, könnten Betroffene irgendwann sagen „ich war Opfer“, aber heute befreie ich mich aktiv und tatkräftig aus dieser Rolle, um ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben zu führen. Es geht u.a. auch darum, mit dem erfahrenen Unrecht umzugehen, statt an ihm zu verzweifeln oder zu verbittern.

    Immer wieder hört man, dass u.a. Vergebung hilfreich wirken könnte.
    Verzeihung ist ein psychischer Vorgang und sicher eine gute Möglichkeit loszulassen.
    Man kann aber letztlich am ehesten verzeihen, wenn sich jemand explizit entschuldigt, also entsprechende Gespräche geführt werden.
    Ich las kürzlich hierzu:
    Verzeihung als *beste Form des Loslassens* beschreibe einen Prozess, der im wesentlichen zwei Voraussetzungen brauche. Einerseits sei die Erkenntnis nötig, dass man auch selbst Fehler macht. Erst dadurch wird man bereit, auch dem Täter falsches Handeln zugestehen zu können. Andererseits braucht es schon auch Großmut, um tatsächlich verzeihen zu können.”
    Bei so grenzwertigen Erfahrungen finde ich die Sache mit dem Verzeihen wirklich schwierig. Passt irgendwie nicht, ähnlich wie der Perspektivenwechsel, der haut bei Missbrauch nicht hin. Aber ich bin keine Therapeutin, ich weiß nicht wie der Ansatz mit dem Vergeben betroffenenfreundlich umgesetzt werden kann. Ob oder inwiefern er bei sexuellem Missbrauch umsetzbar ist... weiß nicht...
    Geändert von Effi (02.12.2012 um 01:00 Uhr) Grund: verbessert und ergänzt

  10. #10
    Effi Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Effi Beitrag anzeigen
    Ich las kürzlich hierzu:
    Verzeihung als *beste Form des Loslassens* beschreibe einen Prozess, der im wesentlichen zwei Voraussetzungen brauche. Einerseits sei die Erkenntnis nötig, dass man auch selbst Fehler macht. Erst dadurch wird man bereit, auch dem Täter falsches Handeln zugestehen zu können. Andererseits braucht es schon auch Großmut, um tatsächlich verzeihen zu können.”
    Bei so grenzwertigen Erfahrungen finde ich die Sache mit dem Verzeihen wirklich schwierig. Passt irgendwie nicht, ähnlich wie der Perspektivenwechsel, der haut bei Missbrauch nicht hin. Aber ich bin keine Therapeutin, ich weiß nicht wie der Ansatz mit dem Vergeben betroffenenfreundlich umgesetzt werden kann. Ob oder inwiefern er bei sexuellem Missbrauch umsetzbar ist... weiß nicht...
    Hierzu noch kurz: Ich stimme Jens zu. Fachberatung wäre wichtig und angesagt.

    Bezügl. sexueller Ausbeutung kann man einem Täter schlecht falsches Handeln zugestehen. Derartig falsches Handeln hätte nie geschehen dürfen!!
    Der "Vergebungsansatz" ist bezügl. anderer Taten und Konfliktsituationen gewiss kein schlechter, aber in Sachen Missbrauch sollte Fachkompetenz hinzugezogen werden, die mit den Erfahrungen individuell und professionell umzugehen vermag.


    Nachtrag:
    Vielleicht ist die Zeit reif für tatkräftiges Handeln, als Unterstützung zur Veränderung gedacht.
    Wenn die persönliche Konfrontation mit einer Menge Unrecht nicht genügt, um Veränderungen in Gange zu bekommen, dann braucht es dazu professioneller Unterstützung.
    Geändert von Effi (02.12.2012 um 13:22 Uhr) Grund: Ergänzung


 

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