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Baum-Darstellung

  1. #11
    Effi Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Pals Beitrag anzeigen

    Dazu mal ein ganz einfaches Beispiel.
    Ich bin 1958 geboren. Meine Mutter hat mich, als Kind, geschlagen. Das war in den 60ern eine völlig einwandfreie Erziehungsmethode. Kein Mensch hat sich damals etwas Schlimmes dabei gedacht.


    LEIDER!! Ganz schrecklich dieses dein Beispiel, wirklich.

    Zitat Zitat von Pals Beitrag anzeigen

    War meine Mutter etwa ein "Tyrannen-monster"? -
    Nein, sie war für mich die beste und liebste Mutti, die ich mir nur vorstellen kann!
    Sie schlug mich aus Liebe und mit Liebe.


    Nein, sie war kein Monster, aber sie wusste es leider (noch) nicht besser. Ja, Kinder mögen ihre Eltern dennoch, auch wenn sie geschlagen werden. Sie sind von der Liebe der Eltern abhängig und mit dieser Abhängigkit sollten Eltern höchst sensibel umgehen.

    Ach nee, jetzt verteidigst du Gewalt in der Erziehung. Gewaltfreie Erziehung hat nichts mit antiautoritärer Erziehung zu tun. Es gibt heute glücklicherweise ein Recht auf gewaltfreie Erziehung.

    In Deutschland wurde ein gesetzliches Gewaltverbot in der Erziehung geschaffen. Die Anwendung von Gewalt darf kein Erziehungsmittel sein, denn jede Gewaltanwendung in der Erziehung ist eine "Bankrott-Erklärung".
    Zudem: Gewalt löst keine Probleme, sondern schafft neue. Gewalt erzeugt wieder Gewalt, denn wenn Gewalt für (tatsächliches oder vermeintliches) schlechtes oder unrechtes Verhalten praktiziert wird, wird es auch so gerechtfertigt. Derartige Kreisläufe der Gewalt müssen daher unterbrochen werden. Und du befürwortest sie hier, unglaublich!
    Das zeichnet Elternliebe aus, dass man sich als Eltern die Mühe macht, nach fairen, entwicklungsgerechten und folgerichtigen Umgangsweisen / Konsequenzen zu suchen. Lösungsfokussiert nach guten Lösungen suchen. Den Kindern die Chance bietet aus Einsicht über schlüssige Folgen zu lernen.

    Zitat Zitat von Pals Beitrag anzeigen

    (Ich weiß gar nicht, ob heutzutage solch eine Satz überhaupt nachvollziehbar ist?) -
    Auf alle Fälle:
    Sollte ich meiner Mutter jetzt den Prozeß machen? Sollte ich sie vor ein Gericht schleifen und sie als gemein, boshaft und fies hinstellen?
    Ja, das könnte ich, bei den heutigen, antiautoritären Ansichten, womöglich machen!



    Blödsinn, aber echt. Oft wird aus Hilflosigkeit und Überforderung geschlagen, aber richtig ist es nie. Heute sollte gewaltfreie Erziehung selbstverständlich sein. Auch bezügl. der Vorbildfunktion.

    Zitat Zitat von Pals Beitrag anzeigen

    Aber würde ich damit meiner Herzensempfindung entsprechen?
    Nein, ich würde meine Mutter auf schändlichste verunglimpfen und wüßte doch ganz genau, in meinem Gewissen, das ihr Schläge gut gemeint waren.


    Nein, nein, nein, dein Beispiel ist ein ganz schlechtes!!!

    Natürlich sollst du deine Mutter nicht verklagen, aber bitte auch ihre Schläge nicht verklären. Sie waren was sie waren. Du kannst ihr ihre Schläge ja gerne verzeihen oder alles so stehen lassen, aber Schläge mit Liebe zu rechtfertigen wäre Missbrauch an der Liebe.

    Niemand schlägt aus Liebe. Liebe ist ein besonderes Gefühl, das schönste überhaupt, wie passten da Schläge dazu? Es ist ein Vorwand und kein guter dazu, aus Liebe geschlagen zu haben. Total verdrehte Welt.

    Ich wurde nicht geschlagen, aber wenn meine Mutter ärgerlich war, dann nicht aus Liebe sondern aus Wut und Ärger. Lass den Emotionen, die uns angeboren, doch bitte ihre Bedeutung.



    Geändert von Effi (26.11.2012 um 23:12 Uhr)


 

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