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Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Effi Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Effi Beitrag anzeigen
    Bashing? Empfindest du unsere Darlegungen tatsächlich als Bashing?
    Ist Kritik an kritikwürdigen Umgangs- und Verhaltensweisen, kritikberechtigten Praktiken denn tatsächlich mit öffentlicher Beschimpfung gleichzusetzen? Wer Anlass zu Kritik gibt, der muss auch mit ihr leben können. Zur Fehlerfreundlichkeit gehört Kritikfähigkeit ganz selbstverständlich hinzu. Fehler sollen als Fehler erkannt und benannt werden dürfen, um sie nicht zu wiederholen, um aus ihnen zu lernen. Dasselbe gilt für schwierige oder unverständliche Verhaltensweisen, sie sollten hinterfragt werden dürfen, um sich konstruktiv mit ihnen (ihrer Sinnhaftigkeit) auseinanderzusetzen. Neugier ist uns mitgegeben, angeboren, ist wichtig für den menschlichen Entwicklungsverlauf. Fragen aufwerfen, Fragen stellen, um (besser) zu verstehen sind Voraussetzungen für aufgeklärte Menschen. Für was sonst hätten wir unsere aufwendige Konstitution, wenn ihre Qualitäten nicht zum Einsatz kommen und sich nicht entwickeln dürften?

    Dass wir individuell unterschiedliche Erfahrungen in SR sammelten hat möglicherweise tatsächlich mit dem Faktor Zeit (Alter und Zeit des Aufenthaltes) zu tun, aber gewiss auch mit der eigenen subjektiven Wahrnehmungsverarbeitung, mit den individuellen Persönlichkeitsstrukturen. Was für den einen ein gut passendes Lebenskonzept zu sein scheint, kann für einen anderen unpassend sein und das Gegenteil davon bedeuten. Nicht alles ist für alle gleich gut oder passend.

    Dass es in SR freundliche und hilfsbereite Leute gab (und sicherlich auch noch gibt), dessen bin ich mir bewusst, das habe ich nicht vergessen, solche waren mir ja schließlich irgendwann einmal nicht nur lebenspraktische Unterstützung in Bezug auf Halt, Kraft und Trost, sondern auch Teil meiner Freude, Fröhlichkeit und positiven Erfahrungen.
    Meine Kritik galt genau denjenigen, die durch ihr Verhalten an ihrer Enstehung, an ihrem Aufkommen beteiligt sind. Diese Erkenntnis setzte ich all meine Ausführungen voraus.

    Meine Kritik war wie gesagt nicht gegen die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen dort gerichtet.
    Sie galt den Strukturen und Voraussetzungen, die Menschen in Abhängigkeiten bringen können, wodurch sie an Handlungsfähigkeit und Selbständigkeit verlieren könnten.
    Allerdings, wenn diese Menschen mit den gegeben Zuständen zufrieden sind, dann gehe ich davon aus, dass sie sich gerne und freiwillig darauf eingelassen haben, dann haben sie aus guten subjektiven Gründen für sich gewählt und entschieden. Dann soll es so sein.

    Ein anderes Thema ist die frühe Beeinflussung von Kindern.
    Nachtrag: Also, dass differente Betrachtungsweisen, Blickwinkel und Positionen zu unterschiedlichen Erkenntnissen führen liegt in der Natur der Sache und kann Anlass sein über bewussten Perspektivenwechsel einen größeren Überblick zu gewinnen, mehr zu erfahren.
    Bambule, ich finde deine Erfahrungswerte interessant und mir wurde dadurch wieder erneut klarer, dass die eigenen Voraussetzungen, Erwartungen (erwünschten und erfüllten) und Hoffnungen bezüglich der subjektiven Zufriedenheit eine große Rolle spielen. Was mir evtl. Angst und Sorge bereitete, schenkt dir möglicherweise Sicherheit und Erfüllung? Und ich betone jetzt ausdrücklich, dass diese Frage keine Bewertung unserer möglichen differenten Haltungen beinhaltet.

    Vielleicht ist es ja so, dass es zumindest in SR Deutschland SeelsorgerInnen gibt, die ihr eigenes Verständnis von Menschenfreundlichkeit und Nächstenliebe leb(t)en, weniger beeinflusst von angstorientieren Ritualen, die also das Gute in den Vordergrund rücken und sich nicht übermäßig damit beschäftigen, Bösem hinterherzujagen, sich vor der bösen Welt zu schützen. Wie soll eigentlich ein angstbesetzter Mensch tiefe innerliche Freude und Zufriedenheit ausstrahlen und weitergeben?

  2. #2
    Effi Gast

    Standard

    Auf derartige Aussagen
    *Man ist nur ein Bruchteil einer Sekunde mal nicht unter dem Blut des Herrn und schon könne Satan einen was machen lassen, was fatale Folgen hat.*
    habe ich eine besonders kritische Sicht. Das wäre doch schlimm, wenn Satan, als das Böse, so schnell so viel Handlungsspielraum über uns haben könnte, wenn böse Mächte jederzeit Zugriff auf uns hätten und wir nur durch ständige Gegenmaßnahmen geschützt wären.
    Obwohl ich das Ritual des Blutbringens nicht mehr verwirkliche, werde ich nicht von bösen Mächten beherrscht. Ich mache nicht ständig Dinge, die schlimme Folgen haben. Wenn derartige Aussagen stimmten, dann würden außerhalb von SR ständig schlimme Dinge geschehen.

  3. #3
    Effi Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Effi Beitrag anzeigen
    Nachtrag: Also, dass differente Betrachtungsweisen, Blickwinkel und Positionen zu unterschiedlichen Erkenntnissen führen liegt in der Natur der Sache und kann Anlass sein über bewussten Perspektivenwechsel einen größeren Überblick zu gewinnen, mehr zu erfahren.
    Bambule, ich finde deine Erfahrungswerte interessant und mir wurde dadurch wieder erneut klarer, dass die eigenen Voraussetzungen, Erwartungen (erwünschten und erfüllten) und Hoffnungen bezüglich der subjektiven Zufriedenheit eine große Rolle spielen. Was mir evtl. Angst und Sorge bereitete, schenkt dir möglicherweise Sicherheit und Erfüllung? Und ich betone jetzt ausdrücklich, dass diese Frage keine Bewertung unserer möglichen differenten Haltungen beinhaltet.

    Vielleicht ist es ja so, dass es zumindest in SR Deutschland SeelsorgerInnen gibt, die ihr eigenes Verständnis von Menschenfreundlichkeit und Nächstenliebe leben, weniger beeinflusst von angstorientieren Ritualen, die also das Gute in den Vordergrund rücken und sich nicht übermäßig damit beschäftigen, Bösem hinterherzujagen, sich vor der bösen Welt zu schützen. Wie soll eigentlich ein angstbesetzter Mensch tiefe innerliche Freude und Zufriedenheit ausstrahlen und weitergeben?
    Noch ein Nachtrag:
    Bei der Umstellung meines obigen Beitrages vergaß ich bei "leb(t)en" das "t" wegzulöschen, habe ich hier nun korrigiert.
    Ich kann nicht so viel am Stück schreiben, da verliere ich die Übersicht, daher auf mehrere Beiträge verteilt.

    Was mir noch wichtig ist auszudrücken, Bambule, ich verstehe dein Bedürfnis, zu differenzieren. Es ist auch richtig, nicht alle über einen Kamm zu scheren. In diesem Zusammenhang möchte ich differenzierend erwähnen, dass Inhouse-Leute / Hausbewohner wahrscheinlich / möglicherweise mit anderen Erfahrungswerten leben als Gemeindemitglieder von außerhalb. Ich weiß von Hausbewohnern, dass die prophetischen Botschaften in den Frühdiensten (4.00 und 6.00 Uhr Diensten) auch nach meiner Zeit noch oftmals ziemlich erniedrigend, diskriminierend und verachtend ausfielen. Das ist eben auch Lebensrealität der SR.


 

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