Zitat Zitat von Alef Beitrag anzeigen
Zitat: Gott teilt mit uns Menschen sein Dasein! Der Mensch jedoch bemächtigt sich dieses Daseins und verteilt oder entzieht anderen Menschen dieses Dasein, je nach Machtgegebenheiten und Interessenslagen. Der Mensch selbst macht sich zu Gott und dazu bedarf es keines himmlischen Bösewichtes, sondern nur der menschlichen Anmaßung selbst Gott spielen zu wollen.



Nun, dieser letzte Teil fasst doch sehr viel zusammen, dass der Mensch für alles einen Sündenbock braucht, um sich rausreden zu können. Und dies findet sich doch in so manchen Religionen. Und sie suchen wiederum eine Lösung daraus.

Dies muss ich aber doch dem jüdischem Glauben zusprechen, dass darin viel mehr von Eigenverantwortung ist, und auch einfach ein Hinnehmen von Gottes „Schicksal“. Da wird weniger, ja kaum von einem Antigott gesprochen, von Satan als dem Gegner Gottes, und wenn dann, untere Einfluss des Christentums, wo dann solche Gedanken wurzeln konnten.

Auch dass alles aus dem Ewigen entspringt, Gutes und „Böses“ wird als von IHM gegeben akzeptiert.



Alef

Lieber Alef, sicher, ich weiß darum, dass gerade das Judentum hier oft andere Wege ging. Ich zeigte mit der Ausarbeitung jedoch auch auf, dass es im Judentum ähnliche Ansichten gab und sie gibt es noch immer. Auch der Satansglaube war eine gewisse Zeit im rabbinischen Judentum salonfähig. "Gott sei Dank", hatten solche Einflüsse immer nur wenig Substanz für ein Lehrüberleben.

Es ist letztlich immer die Frage, bedarf man einer Religion und deren Glaubensgrundsätze, um Gott nachfolgen zu können? Gerade im Fall des Judentums und seiner Wirkungsrolle als Mutterreligion (Glaubensvorlage) zweier großer Weltreligionen bestreite ich das ganz entschieden. Ich halte das Wesen einer Kultreligion mit den eigentlichen Anliegen Gottes nur schwerlich vereinbar. Aber ich weiß auch, wir Menschen neigen zum Kultgott, es macht die "Sachlage Gott" doch wesentlich einfacher für uns.


Absalom