Die Frage bezog sich darauf ob der Koran willkürliche Interpretationen zulässt und ferner noch ob man ihm seine Macht nehmen darf (da von Allah jedes Wort diktiert wurde).
Ich glaube kaum, daß irgendein Gott jemals eine Schrift diktiert oder sonstwie erschaffen hat. Nur weil Koran und Bibel behaupten, sie seien das Wort Gottes, sollte man nicht in Leichtgläubigkeit verfallen, sondern ihre Textgeschichte beachten. Beide - Koran und Bibel - unterlagen Veränderungen. Und gerade beim Koran ist die Interpretation keineswegs eindeutig, da die Arabische Sprache viele Bedeutungen zuläßt.

Dein Hinweis auf die Hadithen und ihre Überlieferungen ... Im 9. Jahrhundert gab es eine Vielzahl von Hadithen, deren Inhalt eindeutig jüdischem, christlichem oder sonstigem Ursprung war. Wie ich neulich las, gab es sogar eine Hadithe, in der das Vater-Unser vorkam. Den Hadithen kommt m.E. keine besondere Rolle als historische Bejege zu. Viel eher scheint es so, daß viele Hadithen ihren Ursprung weniger im Leben Mohammeds haben, als viel mehr in den Interessen irgendwelcher Machthaber und Gruppen, die durch Mohammed entmachtet wurden. Beispielsweise steht die extreme Frauenfeindlichkeit, die durch manche Hadithen gerechtfertigt wird, im Widerspruch zu Mohammeds Haltung gegenüber Frauen.

Man kann also hergehen und mekkanische Friedenssuren zitieren und sie zum Mittelpunkt seines Lebens machen und die medinischen Kriegssuren nicht beachten
Selbiges trifft auf die Bibel zu, Nitro. Predigte der Jesus der Evangelien nicht Feindesliebe, und brachte doch das Schwert und Zwietracht?

, nur der Allah des Koran sieht das anders.
Und hier wirst Du eindeutig fundamentalistisch (wie oben beschrieben) in Deiner Argumentation.