Die Antwort auf deine Frage ist ganz einfach lieber Zeuge. Weder die Aussagen von Alexander, Cäsar oder anderer „Größen“ beanspruchen für sich den Status von existentieller - überlebenswichtiger (Seelenheil) und dazu noch von göttlicher Wahrheit. Das ist der große Unterschied!Seltsamerweise werden überlieferte Worte von Alexander den Großen, Julius Cäsar, u.s.w. nicht in Frage gestellt.
Sobald es aber um die Bibel geht, wird alles in Frage gestellt, alles wird bezweifelt. Vielleicht weil die Menschen sie nicht verstehen? Sie übersteigt ihr Begriffsvermögen?
Das beweist, daß die Bibelschreiber, wer immer sie auch waren, sie waren Genies. Was man von den heutigen "Propheten" nicht sagen kann.
Wenn einer Schrift dieses Maß beigemessen wird, dann muß sich diese Schrift auch an diesem Maßstab messen lassen. So einfach ist das. Und du hast Recht, es geht dabei sicher auch um das Verstehen, nämlich der Begriffswelten verschiedenster Epochen und Kulturen – von Babylon bis nach Ägypten und auch noch um die Hellenistische Welt. Ein Zeitraum von fast 4000 Jahren Menschheitsgeschichte zu erfassen ist nicht leicht. Noch schwieriger ist es in die Gedankenwelten dieser Autoren einzudringen.
Die Bibelschreiber waren sicher keine dummen Leute, dass steht außer Zweifel und auch die späteren unzähligen Redakteure an diesem Schriftgut waren es nicht. Ob sie Genies waren weiß ich nicht, aber einiges spricht dagegen. So zum Beispiel so manche Irrtümer, welche aus der Flora und Fauna, der Geographie und Geschichte, etc übermittelt wird. Da zeigt sich doch sehr schnell ihr begrenztes Wissen, was allerdings für damalige Zeiten durchaus dem Standartwissen der Hochkulturen entsprach.
Wie dem auch sei, ich schätze dieses Buch der Bibel sehr, denn es ist ein kleiner Abriss unserer Menschheitsgeschichte – ja unseres Daseins, mit all ihren Irrungen und Wirrungen, mit dem Suchen nach Sinn und Unsinn unseres Daseins, der Suche und dem Verstehen nach unserem Lebensinhalt, der Suche nach diesem Wesen „Gott“, den Hoffnungen und Enttäuschungen des Daseins; ein Buch voller Gewalt und Brutalität, voller Liebe und Zuneigung, voller Zweifel und Zuversicht, etc, etc. Eben all das, was unser Dasein so ausmacht.
Die Bibel, ein Spiegelbild vergangener Zeiten, die sich bis heute kaum geändert haben. Gelernt hat die Menschheit aus diesen Geschichten nicht wirklich etwas und gerade die Gruppen, welche sich auf dieses Buch berufen, es vergöttlichen, heiligen, verehren, etc, waren leider nur all zu oft die schlimmsten Vollstrecker von Handlungen, welche genau auch in diesem Buch beschrieben sind. Ein trauriges Beispiel für das Nachäffen und Wörtlichnehmen von Schriften, welche wohl kaum in ihrem Kontext und historischen Gegebenheiten verstanden werden.
Aber es gibt auch die andere Seite, Menschen die sich diesem Buch stellt, nachfragen, den Urabsichten der Autoren und Handelnden auf die Spur kommen wollen, sich beispielhaft das positive zu eigen machen und dann auch ausleben.
Absalom
Du sagst es. Kein anderes Buch der Welt zeigt den Menschen so unverblümt, wie es die Bibel tut. Genau darin besteht ja die Göttlichkeit der Bibel.
Selbst Männer Gottes, so wie Abraham, Isaak, Jakob, seine Söhne, die Richter, Könige und Propheten, hatten ihre Mackel. Und die Bibel erwähnt sie ohne Umschweife.
Das Wichtigste der Bibel aber besteht in ihrem Zeugnis, daß Gott mit diesen Menschen war trotz ihrer Mackel, Fehler und Schwächen. Und somit bezeugt sie seine Treue zu seinen Verheißungen.
Wer immer seine Verheißungen rechtsmäßig in Anspruch nimmt, erlebt ihre Erfüllung.
Nun, man kann auf zwei Arten sich auf dieses Buch berufen, es vergöttlichen, heiligen, verehren, etc:Gelernt hat die Menschheit aus diesen Geschichten nicht wirklich etwas und gerade die Gruppen, welche sich auf dieses Buch berufen, es vergöttlichen, heiligen, verehren, etc, waren leider nur all zu oft die schlimmsten Vollstrecker von Handlungen, welche genau auch in diesem Buch beschrieben sind.
die erste ist die, zu der dieses Buch uns selbst auffodert (Jos. 1:8; Ps. 1; Spr. 2:1-17.),
die zweite ist die, vor der uns dieses Buch warnt (Ps. 50:16-21; Jes. 29:13,14; Hos. 4:6; Lk. 12:1.)
Es gibt immer Menschen, die sich zwar auf die Bibel berufen, in ihr aber nicht wirklich forschen. Menschen, die diese oder jene Interpretation der Bibel übernehmen haben, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, ob sie doch nicht auch anders interpretiert werden kann.
Nun, wenn solche Menschen sich eifrig dafür einsetzen, der jeweiligen Interpretation der Bibel zum Siege zu verhelfen, dann scheint es, sie eifern um die Bibel. Was aber nicht stimmt.
Noch schlimmer sind Menschen, die die Bibel als Vorwand benutzen um ihren eigenen Wünschen und Begierden nachzugehen. Solchen zu unterstellen, sie handelten so weil sie die Biebel zu wörtlich genommen haben, ist töricht.
Die Bibelgegner aber werfen alles auf einen Haufen um so die Bibel zu diskreditieren.
Was das Wörtlichnehmen der Schrift angeht, dann hat gerade die christliche Theologie das A.T. so uminterpretiert, daß Handlungen, welche genau auch in diesem Buch beschrieben sind, keine Rechtfertigung mehr haben.Ein trauriges Beispiel für das Nachäffen und Wörtlichnehmen von Schriften, welche wohl kaum in ihrem Kontext und historischen Gegebenheiten verstanden werden.
Wie aber du selbst geschrieben hast, ist die Bibel ein Spiegelbild vergangener Zeiten, die sich bis heute kaum geändert haben. So ist sie auch heute noch genau so aktuell, wie damals.
Und was bleibt bei solchen Menschen von diesem Buch?Aber es gibt auch die andere Seite, Menschen die sich diesem Buch stellt, nachfragen, den Urabsichten der Autoren und Handelnden auf die Spur kommen wollen, sich beispielhaft das positive zu eigen machen und dann auch ausleben.
Oder was machen sie aus diesem Buch?
Ein fragwürdiges Zeugnis längst vergangenen Zeiten?
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