Das Erdland wird biblisch nirgends als ein Himmelskörper bezeichnet. Von ihm ist wohl gesagt, daß es bei seiner Beseitigung gescheucht (ÃRa´Z) wird :Jes2.19,21: und flieht, es wird aber stets deutlich von den Himmeln unterschieden. Als das Schemelgebiet eines Thronbereichs von angeblich nahezu unendlicher Leere läßt es sich mit Jes66.1 nicht in Übereinstimmung bringen, was die kopernikanische Darstellung als irreführend erweist. Wie sollte auch ein Mikrostaubkorn als Schemel innerhalb eines unübersehbar großen Thrones Schemelfunktion haben können? Die biblisch durch Psalm 119.90 bestätigte, unmißverständliche Aussage in Prediger 1.4 lautet:
Eine Generation wandelt dahin,
und eine Generation kommt,
aber das Erdland steht für äonisch.
Das "steht" wird auch in der Menge-Bibel, von Tur-Sinai und Buber in dieser Weise wiedergegeben. Das hebräische ÃMa´D kann auch – wie in der Zürcher-Übersetzung – mit stehenbleiben wiedergegeben werden, weshalb Schlachter und Zunz mit "bleibt" übersetzt haben. Die Wiedergabe des ÃMa´D mit besteht gemäß LÜ und EÜ ist zwar nicht völlig auszuschließen, vom begrifflichen Inhalt des ÃMa´D her aber nicht nur als ein Vorhandensein zu deuten. Bezüglich der Erde (des Erdlands) wird das ÃMa´D jedenfalls in der LÜ mit "und sie bleibt stehen" und in der EÜ mit "und sie steht" übersetzt :Psalm 119.90:. Das "und sie bewegt sich doch" eines Galilei ist unzutreffend und daher durch ein "nicht" zu ergänzen.
Die katholische Kirche setzte im Jahr 1616 das Buch von Kopernikus über seine Himmelslehre auf den Index (Liste verbotener Bücher). Sogar sie erkannte, daß diese Lehre im Gegensatz zur biblischen Lehre stand. Das Buch wurde aber bereits 1757 wieder von diesem Index gestrichen, jedoch erst 1882 der Druck aller Bücher anerkannt, in denen ein Sich-Bewegen der Erde gelehrt wird. Als dem Wort Gottes Treuende haben wir zwar Andersdenkende nicht zu verfolgen, wir werden aber schuldig, wenn wir Lehren, die Gottes Wort widersprechen, anerkennen und gar noch solche Lehren in unserem Verantwortungsbereich durch Lehrende verbreiten lassen.
Quelle: Wortbetrachtungen Band 1 F.H. Baader



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