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Baum-Darstellung

  1. #7

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    Lieber Artmann, wir reden hier von dem was der Jude Jeshua gesagt haben soll. Wenn Jeshua überhaupt von einer Religion sprach, dann vom Judentum und nicht von einer Hellenistischen Religion. Das antike Judentum der Zeit Jehuas, und er sprach ja offensichtlich nicht zu Konie Hellenisten sondern zu Juden, vermied bewusst bestimmte Begriffe im Sprachgebrauch, so auch den Begriff Wahrheit. Denn Gott allein ist die Wahrheit und der Mensch selbst ist zwar Bestandteil dieser „Wahrheit“ aber sie nicht selbst. Schon die Rabbinen der Antike erkannten das es viele Wahrheiten gibt und der Mensch immer nur kleinste Aspekte erfassen kann und dass schon von daher ein Mensch wohl die Wahrheit sagen könne aber eben immer nur nach seinem ganz persönlichen Erkennen und Verstehen, also subjektiv und nicht objektiv. Aus diesem Verstehen wird klar, warum die Tora immer wieder neu beleuchtet werden muß und neu interpretiert werden müsse (was auch ein Jeshua tat) und nicht eine starre Größe darstellt.
    Ein Mensch der von sich behauptet, er sei die Wahrheit ist eine unglaubliche Anmaßung, welche kein aufrechter Jude je akzeptieren könnte, denn damit würde ganz verschiede Dinge auf sich beziehen wie z.B. Allmächtigkeit, Allwissenheit, etc. Nun wir wissen aus den Zeugnissen der Synoptiker, Jeshua war weder allmächtig, noch allwissend und selbst voller Zweifel und Versuchungen.

    Aber zurück zum Wahrheitsbegriff. Dieser Begriff wurde von den Zeitgenossen Jeshuas – vor ihm und nach ihm immer extrem vorsichtig und vor allem äußerst selten benutzt, wie uns die Zeitzeugen deutlich belegen, denn ein jeder aufrechte Israelit wusste um die Vergänglichkeit von gewissen Wahrheiten und selbst um die Vergänglichkeit von sog. Wahrheiten der Tora, welche sehr schnell abgelegt wurden. Eine intensive Auseinandersetzung mit der Geisteswelt des antiken Judentums kann da staunen lernen. Das bestimmte Begriffe durch Aktiva ersetzt wurden ist dafür ebenso synonym. Und hier gibt es z.B. den eklatanten Unterschied, ob man nämlich in der Wahrheit ist = Be Emet oder die Emet ist. Und ist man Be Emet, dann spricht man von Rechtschaffenheit = Zedaka. Ich bin davon überzeugt, dass die Zuhörer von Jeshua Zedaka verstanden und wussten von was ihr Rabbi spricht, ich bin nicht davon überzeugt, dass Jeshua - gleich Hellenistischer Menschengötter – sich anmaßte von Wahrheit zu sprechen, weder in eigener Person noch als Selbstanspruch der Lehre. Das wäre in der Tat das einzige antike Rabbinische Zeugnis von einem extremen unjüdischem Gottes – und Toraverständnis, welches jedoch dem Hellenismus nicht fremd ist. Es mag deshalb durchaus sein, das der Grieche Jesus so gesprochen hat, ausgeschlossen ist jedoch, dass der Jude Jeshua ben Joseph so etwas von sich gab. Kein Israelit hätte ihn verstanden…..

    Da das Johannesevangelium von alexandrienschen Hellenisten für ebensolche geschrieben wurde, erklärt sich einiges.

    Absalom
    Geändert von absalom (10.11.2009 um 10:59 Uhr)


 

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